Saul Alinsky (1909-1972) |
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“Standing for the Whole: Organized Citizens Making a Difference in Troubled Neighborhoods”
Die Checkpoint Charlie Stiftung schreibt seit 2003 in Kooperation mit der Industrial Areas Foundation (IAF) ein bilaterales Austauschprogramm im Bereich der sozialraumorientierten Stadtteilarbeit aus.
Die Industrial Areas Foundation wurde 1940 in Chicago gegründet und ist seitdem mit inzwischen über 60 affiliierten Organisationen zum größten und traditionsreichsten Organizing-Netzwerk in den USA herangewachsen. In Deutschland wurde den Inhalten der IAF-Arbeit erst Mitte der 1990er Jahre mit der praktischen und akademischen Rezeption der noch immer weitgehend unbekannten Arbeitsweisen von Community Organizing Rechnung getragen. Bürgerschaftliches Engagement in Form sozialraumorientierter Stadtteilarbeit hat somit eine lange und wirksame Tradition in den USA. Angesichts der angespannten sozialen Lage deutscher Städte im allgemeinen, gewinnen diese maßgeblich von der IAF entwickelten Arbeitsformen auch für Berlin zunehmend an Bedeutung. So beschäftigt sich die vom Berliner Abgeordnetenhaus eingerichtete Enquete-Kommission "Eine Zukunft für Berlin" u. a. in der Arbeitsgruppe "Stärkung der Zivilgesellschaft" mit Modellen des Community Organizing (siehe: Zwischenbericht, Drucksache 15/3131, 1. September 2004). Das von der Checkpoint Charlie Stiftung geförderte Austauschprogramm soll inhaltlich einen Teil dieser amerikanischen Erfahrung in Form von „broad-based community organizing“ für Berliner Multiplikatoren zugänglich machen. Im Gegenzug wird von der Stiftung ein aus drei Berlin-Aufenthalten bestehendes Saul-Alinsky-Fellowship an einen amerikanischen Community Organizier vergeben, was inhaltlich an die Arbeit des neugegründeten Deutschen Instituts für Community Organizing (DICO) in Berlin-Oberschöneweide angebunden ist. Die BewerberInnen aus Berlin werden an einem zehntägigen IAF-Workshop zu Community Organizing mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern aus annähernd allen Regionen der USA teilnehmen. Nach dem Seminar gibt es die Gelegenheit, die besondere Situation vor Ort näher kennen zu lernen und sich mit Professionellen und Freiwilligen auszutauschen. Bewerben können sich Studenten und Studentinnen des Grund- oder Hauptstudiums, die an der Alice-Salomon-Fachhochschule für Sozialwesen in Berlin, der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin oder der Evangelischen Fachhochschule Berlin immatrikuliert sind. Darüber hinaus werden Bewerbungen von Berliner Multiplikatoren entgegengenommen, die professionell oder freiwillig in sozialraumorientierten Stadtteilarbeit engagiert sind. Für die deutsche Seite stehen in der Regel drei Bewerbungsplätze zur Verfügung. 11. - 21. Juni 2010 - Chicago, Illinois 11. - 19. Juli 2009 - Evanston, Illinois 14. - 27. Juli 2008 - Mundelein, Illinois 12. - 25. März 2007 - Kenner, Louisiana 7. - 19. März 2006 - Linthicum, Maryland 8. - 20. März 2005 - San Antonio, Texas 8. - 23. März 2004 - Houston, Texas 17.-31. März 2003 - Phoenix, Arizona Die Ausschreibung für den IAF-Workshop 2010 finden Sie hier.
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