Waterford Union High School Austausch – Besuch in Berlin

„… Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wir mit den von der Checkpoint Charlie Stiftung zur Verfügung gestellten zusätzlichen Mitteln in der Lage waren, eine Exkursion nach Berlin für vier Teenager-Jungen, fünf Teenager-Mädchen und zwei Betreuer mit einer Mischung von Aktivitäten zu planen und durchzuführen, die zu einer unvergesslichen und äußerst erfolgreichen Reise führte. … um exemplarisch drei der historischen und bedeutungsvollen Orte während unseres neuntägigen Besuchs aufzuzeigen: In Verbindung mit einem Besuch in der Berliner Senatsverwaltung für Bildung bot der „Lernort Keibelstraße“ den Kindern die Möglichkeit, sich mit dem Leben im heutigen Berlin auseinanderzusetzen und einen Einblick in die Lebensweise während des Kalten Krieges zu erhalten. Die Besichtigung eines modernen Gefängnisses mit der Möglichkeit, in das „Gefühl“ eines Gefängnisses einzutauchen, wird wahrscheinlich nicht vergessen werden. … Die East Side Gallery gab den Kindern nicht nur die Möglichkeit, die Berliner Mauer zu sehen, sondern sie stellten auch viele Fragen über das Leben in Ost- und Westdeutschland. … und der Besuch des Reichstags enthielt einen Vortrag über die Arbeitsweise des aktuellen deutschen Parlaments, der sowohl die Ähnlichkeiten als auch die Unterschiede zwischen der Arbeitsweise der deutschen Demokratie und dem bekannteren Konzept des amerikanischen demokratischen Systems aufzeigte. …“

Quelle: Aus dem Projektbericht

Austauschschüler*innen der Waterford Union High School vor dem Reichstagsgebäude

Stiftungsprojekt in Kooperation mit der „Berlin U.S. Military Veterans Association“ (BUSMVA)

Trotz Corona-Bedenken und Befürchtungen ob des nahen Krieges in der Ukraine, machten sich fünf Veteranen auf den Weg nach Berlin um vom 8. bis 15. Oktober 2022 am Welcome Home Programm teilzunehmen. An erster Stelle möchten wir uns bei unserem Programmpartner, der BUSMVA, für die hervorragende Zusammenarbeit bedanken! Aber auch bei unseren hiesigen Partnern, der BUNDESWEHR und der STIFTUNG LUFTBRÜCKENDANK.

Die ehemaligen amerikanischen Militärangehörigen, die zwischen 1972 und 1983 in Berlin gedient haben, kamen zurück und erlebten innerhalb einer Woche, wie sich Berlin verändert hat. Sie besuchten ihre ehemaligen Wirkungsstätten und diskutierten an Berliner Schulen mit Schülerinnen und Schülern. Erstmals wurden die Gruppe von der Polizeipräsidentin Frau Dr. Slowik empfangen. Dieses Programm wird bereits seit 2008 organisiert.

Berlin-Aufenthalt für Grossmont Studenten*innen

Nach zwei Jahren wurde es endlich wieder möglich, dass vier Grossmont Student*innen in ihrer Sommer-Semesterferien das Stipendium, das aus 2 Wochen Sprachschule und 2 Wochen Praktikum, mit Unterbringung bei einer Gastfamilie besteht, zu ermöglichen. Die studienbegleitenden und bestens betreuten Kurzpraktika ermöglichten dankenswerterweise die „Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße“ in Potsdam, das „Stadtgeschichtliches Museum Spandau – Zitadelle“,  „Cultural Vistas“, eine gemeinnützige Austauschorganisation, die internationale Verständigung und die globale Zusammenarbeit von Menschen und Institutionen fördert, sowie „Hanser Berlin“, die Dependance von „Hanser Literaturverlage“ in der Hauptstadt.

Grossmont Studentin Jasmine vor dem Brandenburger Tor

Tanzproduktion „n-e-t-w-o-r-k-i-n-g“

Ein Mensch lebt und agiert in der Regel in einer Vielzahl von Netzwerken. Ihre Rolle ist es, diesem Menschen ein Umfeld zu geben, das ihn schützt und hält, sie regen aber auch dazu an, sich in jedwede nur vorstellbare Richtung zu entwickeln und zu wachsen. In unserem modernen, digitalen und global orientierten Leben vergrößern sich unsere Netzwerke. Unabhängig von Ort und Zeit können gemeinsame Identitäten gestärkt und Beziehungen über Landesgrenzen hinaus gepflegt werden. Doch der Anstieg transnationaler Verbindungen birgt auch Risiken. Weltweite Finanzkrisen konnten durch die globalisierte Vernetzung erst entstehen. Gesundheitsnotstände wie die Corona-Pandemie wurden dadurch begünstigt. Während und nach Krisen stellt sich zudem die Frage, wie wir unsere Netzwerke gerade in der Notlage besser nutzen können, um zusammen zu halten.
n-e-t-w-o-r-k-i-n-g stellte Menschen und ihre Netzwerke auf multidisziplinäre Weise dar. In einer Mischung aus zeitgenössischem Tanz, Live-Installation und musikalischer Komposition wurde gezeigt, wie Netzwerke entstehen, wozu sie beitragen, und wie sie in Krisenzeiten helfen, diese zu überwinden

Die Berliner Tanzkompanie animi motus wurde im März 2018 gegründet und bietet zeitgenössischem und kulturpolitischem Geschehen eine körperliche Projektionsfläche. Die Erstellung von Tanzstücken erfolgt in einer Fusion verschiedener Kunst-, insbesondere Tanz- und Performance-Stilen, und in internationalem Kontext. Bewegungssprachlich ist die Kompanie vor allem in einer sehr physischen und abstrakten Weise des Zeitgenössischen Tanzes beheimatet. Die Werke mit soziokulturellen und -politischen Inhalt wurden bereits in Berlin, Leipzig, Köln, Würzburg, Bonn, München, San Francisco, Marina, Mountain View und Brüssel aufgeführt.

Die Produktion wurde von der Stiftung sowie vom Goethe-Institut San Francisco, dem Fonds Darstellende Künste und dem Senat von Berlin finanziell unterstützt. „n-e-t-w-o-r-k-i-n-g“, war eine Koproduktion mit den Uferstudios für Zeitgenössischen Tanz, Berlin.

„From Detroit to Berlin“ Ausstellung

Techno ist ein Genre der jüngeren Musikgeschichte. Entstanden aus unterschiedlichen Musikrichtungen hat Techno sich in Detroit und Berlin entwickelt, zwei urbane Orte mit sehr unterschiedlichen Geschichtsentwicklungen. Zum Zeitpunkt der Entstehung von Techno befinden sich beide Städte in drastischen Umbruchsphasen: in Detroit war die Großindustrie abgezogen; das ehemals geteilte Berlin stand im Zentrum der Wiedervereinigung Deutschlands.
Die Ausstellung „The Birth of Techno. From Detroit nach Berlin“ untersucht die Entwicklungen der Technobewegung in beiden Städten. Im Mittelpunkt steht, die Beziehungen zwischen den Technobewegungen in Detroit und Berlin zu zeigen.
Durch den Einbezug von Akteuren aus Detroit und Berlin werden neue Perspektiven auf die hierzulande meist „weißen“, eurozentrischen Erzählungen über Techno möglich und afro-amerikanische Einflüsse auf Techno sichtbar, auf die sich der Detroiter Techno bezieht. Hierbei zeigt sich, dass der Detroiter Techno seine künstlerischen und ästhetischen Bezüge aus dem Afrofuturismus und anderen utopischen Erzählungen bezieht. Die Berliner Technogeschichte ist stark von Detroit beeinflusst, nicht zuletzt durch Austausch und Auftritte von Künstler:innen aus Detroit. Gleichzeitig ist die Wendezeit, die von der Deindustrialisierung und einer fragmentierten Stadtentwicklung geprägt war, ein wichtiger Kontext für die Entwicklungen des Berliner Technos.

HSAP Study Group – Studienreise Chicago

Die Studienreise der Studierenden der Hochschule für angewandte Pädagogik (HSAP) nach Chicago zum Thema “Soziale Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in den Vereinigten Staaten von Amerika” hatte das Ziel in Erfahrung zu bringen, wie die Soziale Arbeit dort organisiert ist und dies mit der deutschen Form zu vergleichen. Besonders betrachtet werden sollte dort das Thema “Rassismus”. Im Vorfeld der Reise mussten einige Dinge organisiert werden. Dazu gehörte es nicht nur die Flüge und die Unterkunft zu buchen, sondern auch die Finanzierung der Reise sicherzustellen sowie verschiedene Programmpunkte vor Ort herauszuarbeiten. Um ein breit gefächertes Bild der Sozialen Arbeit betrachten zu können vereinbarten wir Termine mit sehr unterschiedlichen Institutionen: der Deutsche Außenhandelskammer Chicago, dem Jane Addams Hull House Museum, der Dominican University, der German International School Chicago sowie der Whitney M. Young Magnet Highschool.

Klammern aus denen Blätter sprießen

Die Ausstellung zeigt Werke von Colleen Hargaden, Filip Kostic, Yein Lee, Andrew Rutherdale und Jonas Schoeneberg. „Klammern aus denen Blätter sprießen“ ist eine Zusammenarbeit zwischen der, in Los Angeles ansässigen Galerie Hunter Shaw Fine Art und dem in Berlin ansässigen Kunstraum Scherben. Die erste Iteration des Projektes wurde als Ausstellung am 1. April 2022 im Scherben eröffnet und lief bis zum 2. Mai 2022. Das Begleitprogramm umfasste dabei Performances und Lectures der beteiligten KünstlerInnen. Vom 26. Juni bis zum 24. Juli 2022 lief eine zweite Auflage von „Klammern aus denen Blätter sprießen“ bei Hunter Shaw Fine Art in Los Angeles. Die Ausstellungen zeigten KünstlerInnen, die unabhängig voneinander verschiedene Ausprägungen und Subkulturen des Eskapismus erforschen, wie sie in DIY-Maker-Bewegungen, Mystizismus, Gamingculture, Biotechnologie, virtueller Realität und der Erweiterung von Körperformationen durch soziale und wissenschaftliche Techniken zu finden sind. Colleen Hargaden, Filip Kostic, Yein Lee, Andrew Rutherdale und Jonas Schoeneberg, die zum ersten Mal in dieser Konstellation zusammen ausstellten verließen dafür ihre Ateliers in Berlin, Los Angeles, Montreal und Wien, um ihre Praktiken für gegenseitige Begegnungen zu öffnen und zuzulassen, dass sich ihre Perspektiven überschneiden und konvergieren. Gemeinsam boten sie so konzeptuelle Variablen an, um Situationen zu verstehen, die von normativen Vorstellungen des Realen ausgeschlossen sind. Wie das scheinbar irreale Szenario der “Klammern, aus denen Blätter sprießen”, entstanden in der Ausstellung alternative Muster und Ideen von neuen kognitiven Fähigkeiten, um die virtuelle Realität in ihrer kulturellen Rolle als “Escape Button“ neu zu denken.

B-LA CONNECT

B-LA CONNECT ist eine von Daniel Wiesenfeld gegründete Initiative zur Vertiefung der Beziehungen zwischen künstlerischen Projekträumen und non-profit art spaces in den Partnerstädten Berlin und Los Angeles. Zum ersten Mal fand B-LA CONNECT vom 7. – 23. Juni 2019 in Berlin statt (www.b-la-connect.org)

WE.B. Du Bois-Gedenktafel an der Humboldt-Universität zu Berlin

Die Checkpoint Charlie Stiftung freut sich sehr, dieses Projekt unterstützt zu haben, und zwar genau dort, wo W.E.B. Du Bois drei Semester lang an der damaligen Friedrich-Wilhelm-Universität studiert hat. Knapp zwei Jahre nach der Enthüllung einer „Berliner Gedenktafel“ für den Bürgerrechtler in der Oranienstraße 130, seinem ehemaligen Wohnsitz.
„William Edward Burghardt Du Bois, eine der führenden Persönlichkeiten der Soziologie, Geschichte, Publizistik, Literatur und Bürgerrechtsbewegung des 20. Jahrhunderts, studierte in den Jahren 1892-1894 an der heutigen Humboldt-Universität zu Berlin. Sein Aufenthalt in Berlin und seine Studien bei deutschen Ökonomen, Soziologen und Historikern erwiesen sich als sehr einflussreich für sein Denken. Du Bois wurde zum Autor so bahnbrechender Werke wie The Souls of Black Folk (1903), zum Herausgeber von The Crisis (1920-1934) und zum Mitbegründer der National Association for the Advancement of Colored People (NAACP, 1909) und des Fünften Panafrikanischen Kongresses (1945). Im Jahr 1958 verlieh ihm die Humboldt-Universität die Ehrendoktorwürde.
Seit über zwanzig Jahren würdigt der Studiengang Amerikanistik an der Humboldt-Universität das Vermächtnis von Du Bois durch zwei Vortragsreihen: die W. E. B. Du Bois Lectures und die Distinguished W. E. B. Du Bois Lectures. Bisher gab es auf dem Universitätsgelände keine sichtbare Ehrung für ihn. Wir sind stolz darauf, mitteilen zu können, dass im Erdgeschoss des Hauptgebäudes (neben dem Eingang zum Orbis Humboldtianus) eine Gedenktafel angebracht wurde. Du Bois ist der erste US-Amerikaner und die erste person of color, die von der Humboldt-Universität geehrt wird; er ist auch die erste Person, die als ehemaliger Student geehrt wird.“

W.E.B. Du Bois, Gedenktafel, Humboldt Universität zu Berlin | Foto © Philipp Plum, HU Berlin

BY EAR – Ausstellungen in Berlin und Los Angeles

„By Ear“ ist ein weiteres interessantes Projekt mit einer Verbindung zu Berlin und Los Angeles, das die Checkpoint Charlie Stiftung unterstützt hat. Diese Ausstellung war ein gemeinsames Projekt von Künstlern aus Berlin und Los Angeles/New York und wurde in Galerien in Berlin („Axel Obiger – Raum für zeitgenössische Kunst“) und Los Angeles („Tiger Strikes Asteroid Los Angeles“) gezeigt. Obwohl die Ausstellung nicht mehr läuft, können Sie sich durch einen Klick auf das Bild unten noch einen Eindruck verschaffen. Menschen durch Kunst zu verbinden ist ein wichtiger Teil der Städtepartnerschaft!