Berlin Sommerprogramm

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Teilnehmer*innen treffen sich mit Zeitzeugen, wie hier Beate Niemann (2.v.l.), Autorin der Bücher: “Mein guter Vater. Eine Täterbiographie” und “Ich lasse das Vergessen nicht zu”.

Aufgrund von Corona konnte dieses sehr erfolgreiche Programm 2020 leider nicht durchgeführt werden. 2021 soll es, so es die Entwicklung der Pandemie zulässt, wieder stattfinden.

Dieses Fortbildungsprogramm für Lehrer*innen aus Los Angeles und Umgebung wird von der Checkpoint Charlie Stiftung im Rahmen der Berlin-L.A. Städtepartnerschaft organisiert. Partner ist das Museum of Tolerance.

Das 10-tägige Intensivprogramm soll unseren amerikanischen Gästen einen Einblick in die kulturellen, politischen, sozialen und wirtschaftlichen Faktoren gewähren, die in Ihrer Gesamtheit zum Holocaust führten. Gleichzeitig wird der Kontakt zur heutigen jüdischen Gemeinde hergestellt, welche einen bedeutenden Teil der dynamischen Vielfalt in Berlin ausmacht.

Das Programm beinhaltet Besuche von historischen Stätten in und um Berlin, die eine bedeutende Rolle in der Geschichte des Holocaust spielten. Während ihres Aufenthaltes haben die Teilnehmer*innen die Möglichkeit Zeitzeugen, Überlebende, Vertreter der Berliner Regierung und bedeutende Mitglieder der heutigen jüdischen Gemeinde kennenzulernen. Dadurch erhält das Programm eine einzigartige Qualität.

Gate of Sachsenhausen Concentration Camp - "Arbeit macht frei"

KZ Sachsenhausen

Ziel des Programms

Das Programm wurde speziell für Lehrer*innen aus Los Angeles und der Umgebung initiiert. Es soll:

  • Das Wissen über den Holocaust und das neue jüdische Leben in Berlin/Deutschland intensivieren bzw. verbessern;
  • Die persönlichen Kenntnisse der Lehrkräfte vertiefen, wodurch diese in die Lage versetzt werden, ihren Unterricht über den Holocaust inhaltlich zu verbessern;
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Im Gespräch mit der deutsch-israelischen Journalistin und Autorin Inge Deutschkron (2.v.r.)

  • Anregen, über den Missbrauch von Macht sowie über die Rolle und Verantwortung des Einzelnen, der Organisationen und Nationen bei der Konfrontation mit Ungerechtigkeit nachzudenken;
  • Verständnis entwickeln für die Gründe und Umstände, welche zu Vorurteilen, Rassismus und Stereotypen in einer pluralistischen Gesellschaft, die für Akzeptanz der Vielfalt steht, führen;
  • Wissen über den Umgang moderner Gesellschaften mit Verbrechen gegen die Menschlichkeit vermitteln;
  • Ein gemeinsames Verständnis und Kontakte zwischen Berlin und ihrer Partnerstadt Los Angeles herstellen.
Feedback von Teilnehmern:

”Ich habe dieses Programm geliebt! Ich war die ganze Woche über so inspiriert und reflektiert. Es hat nicht nur meine Art zu lehren geprägt, sondern hat auch mich als Person verändert.”

(Michelle K., 2019) 

„Der Besuch des ehemaligen SA-Gefängnisses und das Gespräch mit Frau Niemann über die Nachforschungen zu ihrem Vater waren unglaublich bewegend. Die Ansichten einer Person die ihr Leben lang getäuscht wurde ist sehr besonders und ihre Persönlichkeit und ihr Willen diese Erfahrungen zu teilen hinterließen einen bleibenden Eindruck bei mir.“

                   (Grant K., 2015)